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Alte Meliorationsstandorte

Mehrere Standorte mit ehemaliger Unterbodenmelioration dienen uns dazu, die Langzeiteffekte dieser Bearbeitungstechniken auf Boden und Nutzpflanzen zu verstehen. Hierunter fallen einerseits Treposole, d.h. Böden die in den 1960er Jahren einmalig tief (55-90 cm) gepflügt wurden um organisches Material und Nährstoffe des Oberbodens in tiefere Bodenschichten zu bringen und so das Wurzelwachstum im Unterboden zu verstärken. Diese Art der Bodenbearbeitung war in Norddeutschland weit verbreitet und wurde v.a. auf sandigen, aber auch an Löss-Standorten angewendet. Ebenfalls in den 1960er Jahren wurde nahe Müncheberg in Brandenburg ein Unterboden-Feldversuch angelegt, bei dem der Oberboden entweder entfernt oder verdoppelt ("Krumenvertiefung") wurde um die Fruchtbarkeit der nährstoffarmen sandigen Böden in Nordostdeutschland zu erhöhen. Der Versuch ist mittlerweile seit ca. 30 Jahren aufgegeben.

An diesen Standorten wurde der Langzeiteffekt der mechanischen Unterbodenbearbeitung untersucht, wobei der Fokus auf den heutigen Erträgen und der Ertragsqualität, Wurzelwachstum und Unterbodeneigenschaften lag. Die Erkenntnisse hieraus ergänzen unsere Ergebnisse aus unseren eigenen Unterbodenversuchen (Zentrale Feldversuche).

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