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Kernaspekte von Soil3

Welche Methode der Unterbodenmelioration wurde entwickelt und warum?

Um das Ertragspotenzial von Ackerböden sicherzustellen und ihre Produktivität auf lange Sicht zu erhöhen, ist es dringend notwendig, Unterböden mit ihren beachtlichen Vorräten an Nährstoffen und Wasser in nachhaltige landwirtschaftliche Strategien einzubinden. Seit langer Zeit existieren verschiedene Methoden der mechanischen Änderung des Bodenprofils, durch die das Wurzelwachstum und die Erreichbarkeit von Unterbodenressourcen erhöht werden.

Schneider et al. 2017

Abbildung aus Schneider et al. 2017, Soil & Tillage Research

Soil3 zielt darauf ab, die Nutzung des gesamten Bodenvolumens für das Pflanzenwachstum zu optimieren, indem der physikalische Eindringwiderstand des Unterbodens verringert wird, Nährstoff-Hotspots geschaffen werden und Wasser im Unterboden gespeichert wird. Dies wird durch die einmalige Einbringung von organischem Material in den Unterboden erreicht. Hierfür werden mit einer Grabenfräse in definierten Abständen 60 cm tiefe und 20 cm breite Gräben gezogen, die mit Kompost, Grünschnitt, Stroh oder Sägespänen verfüllt werden. Die Materialeinmischung geschieht dabei durch das gezielte Zuführen in den zurückfallenden Erdstrom direkt hinter dem Injektionsschar.

 Prototyp   Bearbeitung CF1   Prinzip

Links: Prototyp der Grabenfräse. Mitte: Bearbeitung, Feldversuch I, Klein-Altendorf. Rechts: Prinzip der Soil3-Technik.

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